Gedanken vor Bethlehem

 

Da stehen wir wieder an der Schwelle

Das Dunkle hinter uns

Und vor uns strahlt das Helle

Als ob wir einen neuen Raum beträten

Auf unsrem Marschpfad

Zwischen Mündung und der Quelle.

 

Das was geboren ist

Es ist für immer

Ob Mensch, ob Stein,

Ob Tiere, Pflanzen und Gedanken

Es bleibt ein Abdruck da

Ein Hauch, ein Schimmer

Vom Guten gleich wie von dem Kranken.

Das All, es füllt sich auf

Mit allem Schönen, allen Kriegen

Und nichts davon ist jemals ungeschehen

Auch das, was dunkel bleibt

Und was verschwiegen

Bleibt unvergessen

Kann nicht gehen.

 

So wird das Universum stetig angereichert

Und nichts und niemand

Geht verloren.

 

Das was darin gesammelt und gespeichert

Wird unentwegt als neuer Gott

Geboren.