Und dann

  

Die Welt im Dauerstress, es platzten alle Nähte

Es wurde atemlos geliebt und rasch geboren

Ein Karussell, das schnell und schneller drehte

Auf einem Tummelplatz von Narren und von Toren

 

Dann flutete ein stummer Feind die Erde

Und fror mit einem Schlag das wirre Treiben ein

Schloss in den Pferch die wildgewordnen Pferde

Zwang uns zum Innehalten und zum Stillesein.

 

Nicht alles das, was im Verborgenen sich regte

War liebevoll, getragen von Idylle

Da gab es manchen Sturm, der durch die Zimmer fegte

Und Tränen rollten da und dort in abgeschiedner Stille.

 

Doch sah nach erstem Schock man zarte Pflänzchen sprießen

Freundschaften waren plötzlich wichtig wie noch nie

Man spannte aus, begann die Ruhe zu genießen

Die Erde blühte auf, und das Dank dieser Pandemie.

 

Nun hat die Plage wie es scheint das Feld geräumt

Und aller Orten bröckeln vorsichtig die Mauern.

 

Du hast in stiller Zeit von einem „Tag danach“ geträumt -

Wird dieser Traum die neue, alte, Freiheit überdauern?